Besuch in Niederdorfelden 2015

von Andreas Huber

17. bis 19. April 2015

Im 36. Jahr der Partnerschaft zwischen der deutschen Feuerwehr Niederdorfelden und der Freiwilligen Feuerwehr Sierndorf besuchten wir unsere Freunde in Niederdorfelden. Nach einer langen Nachtfahrt traf der Bus mit 41 Leuten beim dortigen Feuerwehrgerätehaus in der Burgstraße ein. Nach einem ausgiebigen Willkommensfrühstück hatten die Gastfamilien den Rest des Tages für persönliche Kontaktpflege zur Verfügung.

Die unterschiedlichen Gruppen konnten je nach Interesse an interessanten Aktivitäten teilnehmen. Neben einer Besichtigung der Arzneimittelfirma Engelhard in Niederdorfelden, stießen eine Fahrt nach Frankfurt und eine Stadtführung durch Büdingen auf großes Interesse.
Da sich im letzten Jahr die deutsche Wiedervereinigung zum 25. Mal jährte, stand am Samstag ein Ausflug zur Gedenkstätte „Point Alpha“ auf dem Programm. An diesem vorgeschobenen Punkt standen sich die damaligen Machtblöcke Auge in Auge gegenüber. Hier verlief die innerdeutsche Grenze mit ihrem unmenschlichen „antifaschistischen Schutzwall“ auf dem westlichsten Punkt des „Eisernen Vorhanges“ innerhalb Deutschlands und ist hier noch teilweise im Originalzustand vorhanden. Das US-Camp „Point Alpha“ diente als Beobachtungspunkt für einen möglichen Angriff der „Warschauer Paktstaaten“. Unsere österreichischen Gäste waren tief beeindruckt und zeigten Bewunderung für die im Jahr 1989 friedlich verlaufende Vereinigung beider deutscher Staaten.
Nach dem Rundgang hatte unsere Einsatzabteilung auf dem ehemaligen Grenzstreifen zünftiges Picknick vorbereitet, das wir bei strahlendem Sonnenschein mit einem wunderbaren Ausblick auf die Rhönlandschaft genießen konnten.

Am Samstagabend standen ein gemeinsames Abendessen und ein gemütliches Beisammensein im Fokus des Veranstaltungsprogramms.
Der erst kurz im Dienst amtierende Sierndorfer Bürgermeister Gottfried Muck fand lobende Worte für die lange Partnerschaft zwischen den Wehren. Insbesondere gefiel ihm die Organisation des Besuchsprogramms, das den Gastfamilien viel Zeit für persönliche Unternehmungen und Kennenlernen ermöglichte.
Der Kommandant der Sierndorfer Feuerwehr, Leopold Brodesser, gab bekannt, dass er in naher Zukunft seinen Posten als Chef der Wehr zur Verfügung stellt. Er lud zum letzten Mal die hiesige Wehr zum obligatorischen Gegenbesuch in 2 Jahren ein. Die organisatorische Pflege der Partnerschaft sei bei seinem Nachfolger in sehr guten Händen und er sehe eine positive Entwicklung der Freundschaft für die Zukunft.
Gemeindebrandinspektor Daniel Christ hob in seinen Begrüßungsworten hervor, dass er sehr erfreut festgestellt habe, dass viele junge Besucher die Gelegenheit genutzt hätten, um hier in Niederdorfelden neue Kontakte zu knüpfen. Er bedankte sich bei allen Gastfamilien, die es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen ließen, ihren Besuchern ein Bett zur Verfügung zu stellen und bestmögliche Betreuung. Besonderer Dank ging an den Chefplaner Jürgen Bauscher, der sich intensiv mit dem Besuchsprogramm und der Quartierpflege gekümmert hatte.

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