Einsatzübung
Einsatzübung auf der Weinviertler Schnellstrasse S3
von Thomas Florian
Am 13. Juni abends fand auf der Weinviertler Schnellstrasse S3 eine aufwändig angelegte Einsatzübung für die Feuerwehren Göllersdorf und Sierndorf, sowie für das Rote Kreuz statt.
Aufgund von Bauarbeiten war die Richtungsfahrbahn Wien zwischen Göllersdorf und Stockerau an diesem Wochenende gesperrt, was uns die Möglichkeit eröffnete, auf einem Teilstück des gemeinsamen Einsatzbereiches zu üben.
Übungsannahme war ein Verkehrsunfall mit vier beteiligten PKW und insgesamt 13 eingeklemmten Personen, dargestellt durch Übungspuppen sowie vom Roten Kreuz professionell geschminkten Feuerwehrkameraden.
Drei PKW waren auf der Fahrbahn verteilt, davon ein PKW mit einem Gefahrgutschild gekennzeichnet, ein weiterer PKW lag in einem Graben unterhalb der Schnellstrasse auf dem Dach und begann zu brennen.
Als erstes Fahrzeug war das HLF3 Göllersdorf vor Ort, der Einsatzleiter begann sofort mit der Erkundung und verschaffte sich einen Überblick über das Schadensausmaß. In weiterer Folge trafen das VRF und RLFA-2000 Sierndorf ein. Nach kurzer Absprache der Gruppenkommandanten und Triagierung der Verletzten durch die Notärztin der FF Göllersdorf begannen die KameradInnen mit den Arbeiten.
Die Mannschaft des HLF3 Göllersdorf arbeitete am umgekippten Kastenwagen. Aufgrund des Gefahrguts wurden Atemschutzgeräte angelegt. Vom Übungsleiter wurde die Situation spontan noch verschärft, als er drei Kameraden nach Einatmen des Schadstoffes "umkippen" ließ.
Vom VRF und RLFA-2000 Sierndorf wurde die Rettung der Personen in den beiden anderen PKW auf der Fahrbahn durchgeführt. Parallel dazu übernahm ein Trupp des RLFA-2000 die Brandbekämpfung des PKW im Graben und die anschließende Rettung der eingeschlossenen Personen.
Besonders knifflig gestaltete sich die Befreiung von zwei unter den PKW eingeklemmten Übungspuppen. In Zusammenarbeit der KameradInnen beider Feuerwehren konnte auch dies rasch und effektiv umgesetzt werden.
Insgesamt wurden u.a. vier hydraulische Rettungssätze, Hebekissen , eine Rettungssäge und zwei Atemschutztrupps mit Schlauchleitungen eingesetzt um alle Personen nach nur 40 min aus den Fahrzeugen zu befreien.
In der Nachbesprechung vor Ort wurde von den Kommandanten beider Feuerwehren, sowie vom Übungsbeobachter Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Markus Schauhuber (AFKDO Stockerau) die hervorragende Zusammenarbeit hervorgehoben.
Nach dem Verräumen der Einsatzgeräte und dem Abtransport der Wracks durch das WLF-K Göllersdorf und das WLFA-K Sierndorf kamen alle KameradInnen noch beim FF-Haus Sierndorf zu Getränken und weiteren Gesprächen zusammen.
Fotocredit: AFKDO Hollabrunn, AFKDO Stockerau, FF Sierndorf